Nicht jeder hat die Gelegenheit mit einem Buchautor ins Gespräch zu kommen. Ich hatte neulich das Vergnügen Wolf d'Any zu treffen. Der aus Bingen stammende Autor stellte vor Kurzem seinen Erstlingsroman „Das Pantera-Komplott“ vor, der auf historischen Tatsachen beruht.
1859 finden Bauarbeiter in Bingen einen Grabstein. Es ist der Grabstein des Legionärs Tiberius Julius Abdes Pantera. Der Bogenschütze diente einst in Palästina, in einem kleinen Ort namens Nazareth, bevor seine Kohorte nach Germanien versetzt wird. Mit 62 Jahren, nach langer Dienstzeit, stirbt er in Bingen. Der Stein ist nun im römischen Museum in Bad Kreuznach ausgestellt.
Kannte er Maria, ist er am Ende gar der leibliche Vater von Jesus? Die These wird von einigen Wissenschaftlern vertreten.
All das Material hat Wolf d'Any nach intensiven Recherchen in seinem Roman verarbeitet. Für mich ergeben sich eine Fülle von Fragen, die ich hoffentlich bald zusammen mit den Antworten veröffentlichen kann.
Nachtrag: Informationen, Erzählungen und Kurzgeschichten finden sich im Blog des Autors: www.text-art-dany.de
Mittwoch, 18. Mai 2011
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Die Wahrscheinlichkeit, dass Maria den Söldner Pantera getroffen hat, ist sehr groß.
AntwortenLöschenNazareth war vor Christi Geburt ein Ort mit ca. 300 Einwohnern. Zieht man die Alten und ganz Jungen ab, verbleiben noch 150 kopulationsfähige Menschen übrig. Davon rund die Hälfte Frauen. Gleichzeitig waren in dem Castellum der Römer rund 1000 Auxiliar-Soldaten. Darüber hinaus hat Marias Vater Geschäfte mit den Römern gemacht. Warum sollte also Maria den Abdes Pantera nicht getroffen haben?
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